gerald lohninger graphik SALZKAMMERGUT OÖ-Landesausstellung, 2008
fernberger ZEITreisen, Vorchdorf

Die Ausstellung berichtet über die abenteuerlichen Weltreisen der ehemaligen Schlossbesitzer Georg und Christoph Fernberger, die vor 400 Jahren als erste Österreicher den Erdball umrundet haben. Von Schloss Eggenberg an das Ende der damals bekannten Welt - so lautet das Motto der Ausstellung.

Im "Check-in" werden die beiden Reiseleiter Georg und Christoph Fernberger vorgestellt. Wir erfahren etwas über unsere Reiseziele und Reisemotive, wir kaufen unsere Tickets und warten auf das Boarding. Eine Leuchtreklame von Fernberg-Weltreisen will uns verführen, die "geheimnisvollen drei Indien" zu besuchen und bietet uns als Alternative dazu eine "sensationelle Abenteuerreise" zu den Kannibalen Brasiliens an. Gleichzeitig informiert uns der Flughafensprecher über aktuelle Reise- und Transportprobleme.

In der "Boarding-Zone" lesen wir, welche Reisebeschränkungen eine Zeitreise ins 16. Jahrhundert mit sich bringt. Wir werden darauf aufmerksam gemacht, dass wir für Reisen in den Orient Empfehlungsschreiben brauchen, bei der Rückkehr keinen Leoparden einführen dürfen und der Salzdiebstahl aus den Salinen des Sultans mit dem Tode bestraft wird.

Im Flugzeug erfahren wir, dass die beiden Fernberger insgesamt zwölf Jahre unterwegs sein werden und wir uns entscheiden müssen, mit wem wir reisen, weil beide in getrennte Richtungen aufbrechen. Während Christoph uns als erste Station seiner Weltreise das lebensgefährliche Abenteuer eines Schiffbruches bei den Kapverdischen Inseln in Aussicht stellt, will Georg als Pilger nach Jerusalem, wo er allerdings erst vier Jahre später nach einem Umweg über Indien ankommen wird.

Im Bazar ist man schliesslich am Ziel, und erfährt näheres zu den damaligen themen "pilger", "tourismus", "kaufmänner" und "soldaten".